Der direkte Wettbewerb zwischen Ökosystemen – iOS vs. Android; Twitter (oder “das X”*) vs. Instagram (Meta) – wird häufig untersucht und ist immer wieder Gegenstand verschiedener Fachzeitschriften und Meinungsbeiträge.
Dafür gibt es viele gute Gründe, die alle dem gleichen Grund ähneln, warum Journalisten so gerne über Wettkämpfe berichten:
- Du kannst dich für eine Seite entscheiden.
- Man kann ganz einfach den Überblick behalten, wer gewinnt und wer verliert.
- Es besteht kein Zweifel daran, wer teilnimmt; und am wichtigsten ist, dass…
- Es geht um Leben und Tod
Es gibt jedoch noch eine andere Form des Wettbewerbs innerhalb von Ökosystemen, die weit weniger Beachtung findet, sich aber ähnlich existenziell anfühlt: der Kampf um die Schlüsselrolle innerhalb dasselbe Ökosystem.
In dieser Sichtweise geht es im Wettbewerb darum, welche Komponenten der Technologieinfrastruktur eines Nutzers oder Unternehmens die optimale Lösung für die jeweiligen Bedürfnisse darstellen (z. B. die Suche nach gewünschten Produkten oder die Speicherung von Rechnungsdaten). Der Wettbewerb ist hier nicht direkt, sondern indirekt und oft nicht offensichtlich. Im Konsumbereich konkurrieren Amazon (ein Online-Händler?) und Google (eine Suchmaschine?) häufig darum, wer die zentrale Suchfunktion für den Nutzer “besitzt”; Gmail und WhatsApp ringen um die Frage, wie man mit Freunden kommuniziert. Kurz gesagt: Der direkte Wettbewerb (E-Mail gegen E-Mail) weicht dem Wettbewerb um die Befriedigung der Bedürfnisse der Konsumenten (Kommunikation).
Einer der interessantesten Fälle ist der Kampf zwischen den zentralen Datenspeichersystemen – also Ihren vertrauenswürdigen Datenbanken. Strategisch gesehen sind dies auch die stabilsten und in der Regel margenstärksten Systeme in Ihrer IT-Infrastruktur. Kämpfe zwischen zentralen Datenspeichersystemen haben eine lange und ereignisreiche Geschichte. Kürzlich unterhielt ich mich per E-Mail mit einem Kollegen über die Sorgfaltspflicht eines Unternehmens, das ein Nischenprodukt im hart umkämpften Markt der Gesundheits-IT sehr erfolgreich verkauft. Die Strategie des Unternehmens sieht eine Expansion in ein breiteres Spektrum vor. integriert Das Angebot erstreckt sich über einen Bereich, der etwa fünf ehemals getrennte Systeme umfasst (d. h. eine Reihe von Herausforderungen, die im gesamten Ökosystem bewältigt werden müssen). Mehrere Unternehmen innerhalb jedes dieser fünf Bereiche schienen zudem eine ähnliche Konsolidierungsstrategie zu verfolgen – und die zentrale Frage der Due-Diligence-Prüfung lautete:, Wie wird sich das entwickeln?
In diesen Fällen führen wir zwei Schritte der kaufmännischen Due-Diligence-Prüfung durch:
- Testen Sie die Gültigkeit der Analogie am Markt.
- Schlussfolgern durch Analogie
Erstens, durch Analogieschluss schließen
Eine häufig zitierte Analogie ist der Wettbewerb zwischen CRM-, Marketing-Automatisierungs-, POS- und ERP-Systemen: Alle diese Systeme entwickeln Funktionen, die sich zunehmend überschneiden, und streben daher eine tiefgreifende Integration dieser Funktionen an. Die Integration erfolgt unter anderem aus Kundennutzengründen: Meistens soll durch die Integration ein bestimmtes Szenario erschlossen werden. Beispielsweise kann ein CRM-System die Bestandsverwaltung und Kundenbestellungen mit den tatsächlichen Kundendaten verknüpfen, was Vertrieb und Service einen umfassenden Überblick über die Auftragsabwicklung usw. ermöglicht. ERP-Systeme hingegen werden häufig von Beschaffungsabteilungen eingesetzt, und die Verknüpfung von Bestands- und Auftragsverwaltung mit diesen Systemen ist für die Prognoseerstellung von großem Vorteil. Somit haben beide Systeme berechtigte Ansprüche auf die Auftragsverwaltung.
Selbstverständlich verknüpfen Anbieter auch ihre Fähigkeiten von einem Strategische Sichtweise zur Schaffung einer stärkeren Kundenbindung – ein Schlüsselfaktor für jedes Softwareprodukt – ob SaaS oder nicht..
Zweitens, auf Gültigkeit prüfen.
In dieser Analogie sehen wir, wie sich die Konsolidierung in den jeweiligen Bereichen rasant und intensiv gestaltet – die ERP- und CRM-Märkte erweitern ihre Kompetenzen und Marktanteile durch Produktentwicklung und Akquisitionen erheblich. Die Marktführer im CRM- und ERP-Bereich spüren den Druck aus den angrenzenden Bereichen und investieren – meiner Meinung nach – oft übermäßig in den Ausbau ihres Portfolios, um die anderen Marktführer zuvorzukommen. Da die Marktanforderungen steigen, wird es für kleinere, spezialisierte Anbieter zunehmend schwieriger, wettbewerbsfähig zu bleiben – die Markteintrittsbarrieren erhöhen sich.
Begrenzter Mittelweg
In solchen Situationen gibt es in der Regel keinen Mittelweg. Eine klare und fundierte Sicht auf die Entwicklung dieser Konsolidierung ist unerlässlich, um die zukünftige Marktdurchdringung (und damit den Umsatz) korrekt vorherzusagen, Risiken richtig einzuschätzen und letztendlich langfristig Wert zu schaffen. Die Kernfragen zum Verständnis der Perspektiven eines Ökosystemkonsolidierers lauten letztlich:
- Glauben Sie, dass dieses Unternehmen in seiner Kategorie als potenzielles Übernahmeziel positioniert ist?
- Und falls nicht, verfügen Sie über den Ehrgeiz und das Kapital, um die Konsolidierung voranzutreiben?
*Dieser Artikel wurde 2023 aktualisiert, um Plattformen wie X und Meta zu berücksichtigen.